Nachdem die Bundesregierung am 5. Oktober 2011 die Wiedergewährung der Sonderzahlung ("Weihnachtsgeld") für die Bundesbeamten beschlossen hat, forderten die Justizgewerkschaft und die Gewerkschaft der Strafvollzugsbediensteten in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Platzeck ein entsprechendes Gesetz für Brandenburg. Die Forderung auf Wiederaufnahme der Zahlungen wird vom dbb brandenburg unterstützt.
Die stellv. Landesvorsitzende Christina Adler bekräftigt: "Wir erwarten eine entsprechende Umsetzung für die Landesbeamtinnen und Landesbeamten in Brandenburg. Wer im föderalen Wettbewerb um gute Arbeitskräfte für den öffentlichen Dienst nicht hinten anstehen will, muss bereit sein, diese angemessen und gerecht zu bezahlen. Die Streichungen der Sonderzahlungen seien da klar das falsche Signal", so Adler weiter.
Der dbb brandenburg ist der Auffassung, dass es ein ungerechter Zustand ist, dass fortwährend die Berufsgruppe der Beamten und der öffentlichen Dienst insgesamt zu immer neuen Sonderopfern in Millionenhöhe von der Landesregierung angehalten werden.
Die Beamtinnen und Beamten des Landes Brandenburg haben in der Vergangenheit bereits mehrfach Sonderopfer erbracht. Die im Jahr 2010 von der Landesregierung beschlossene Nichterneuerung der 2009 ausgelaufenen Regelung zur Sonderzahlung ist da nur ein Beispiel. Erinnert sei auch an die um 1,4 Prozent geringere Besoldungsanpassung in der Einkommensrunde 2007.