dbb-Landesleitung im Gespräch mit Wissenschaftsministerin

GesprächDer dbb-Landesvorsitzende Heinz-Egon Müller traf sich am 05. Juli 2011 zu einem ersten Gespräch mit der Wissenschaftsministerin Dr. Sabine Kunst. Dabei wurde er von den beiden Landesleitungsmitgliedern Christina Adler und Gerhard Stuchlick unterstützt.

Nach einer kurzen Vorstellung des dbb brandenburg erkundigte sich der dbb-Landesvorsitzende nach den Auswirkungen der beschlossenen Haushaltkürzungen in Höhe von 27 Mio. Euro in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Kultur. Nach Auskunft der Ministerin sollen sich die Kürzungen erst ab dem Jahr 2013 auswirken. Für 2012 bleibt das Budget für den Hochschul- und Kulturbereich so wie geplant. In der Folge seien dann im Wesentlichen Einsparungen im Personalbereich vorgesehen. In dem Zusammenhang kündigte Landesvorsitzender Müller ein Schreiben an, in dem die Knappheit von qualifiziertem Personal und der damit verbundenen sinkenden Ausbildungsqualität an der Fachhochschule Wildau angesprochen und kritisiert wird.

Auf die Frage der Integration des Filmmuseums Potsdam in die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ antwortete die Ministerin, dass der Zusammenschluss mittlerweile erfolgreich und zur Zufriedenheit beider Seiten vollzogen wurde.

GesprächZur aktuellen Diskussion über die geplanten Ausgleichszulage bei Dienstherrenwechsel („Buschzulage“) wollte Frau Dr. Kunst keine konkrete Stellung beziehen. Sie bestätigte jedoch die Ansicht des Landesvorsitzenden, dass diese Ungleichbehandlung keine Lösung für den Konkurrenzkampf der Länder um gut ausgebildete Fachkräfte sei.

Wie im Gespräch mit der Bildungsministerin wurde auch hier die im Koalitionsvertrag vereinbarte Inklusion thematisiert. Die Ministerin wies darauf hin, dass das MBJS derzeit eine Bedarfsanalyse erstellt. Konzepte und Kalkulationen zur Inklusion seien vorhanden. Frau Adler entgegnete, dass die Ausbildung entsprechender Lehrer nur die eine Seite sei. Vielmehr müssen die jetzt tätigen Lehrer auf die Inklusion vorbereitet werden. Dazu sei eine spezielle Förderung und Weiterbildung in Form von Modulen erforderlich. Die stellv. Landesvorsitzende machte noch einmal deutlich, dass vor dem Start erst ein richtiges Konzept für die Inklusion hätte vorliegen müssen.

Aufgeschlossen zeigte sich die Ministerin bei der von Herrn Stuchlick angesprochenen Problematik hinsichtlich einer neuen Regelung der Altersteilzeit. Auch an den Hochschulen des Landes würde ein großer Bedarf bestehen. Der gesetzliche Rahmen ist in der Tarifeinigung vom 10. März 2011 geschaffen worden, jetzt sei die Landesregierung am Zug, so Stuchlick.

Um die Probleme im Hochschulbereich, insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Lehreraus- und -weiterbildung, noch einmal gesondert zu besprechen, erklärte sich Frau Dr. Kunst zu einem Gespräch mit den fünf Lehrergewerkschaften des dbb brandenburg bereit.